Halle l Sachsen-Anhalts FDP will den neuen Landesvorsitzenden erstmals von den Mitgliedern direkt bestimmen lassen. Das Urwahl-Verfahren sei vom Landesvorstand beschlossen worden, sagte Landeschefin Cornelia Pieper der Volksstimme: "Das Ergebnis wird verbindlich sein." Die Neuwahl wird notwendig, weil die langjährige Vorsitzende zum April 2015 aus dem Amt scheiden wird. Grund dafür ist Piepers Umzug von Halle ins polnische Danzig (Gdansk), wo sie demnächst ihren Posten als deutsche Generalkonsulin antritt.

Für den Vorsitz gibt es laut Pieper derzeit drei Bewerber: Vizelandeschefin Lydia Hüskens, den früheren Parteivorsitzenden Veit Wolpert und Harald Oster, Kreisvorsitzender in Mansfeld-Südharz. "Bis zum 31. September können sich noch Bewerber melden", erklärte die Landesvorsitzende.

Geplant sind dann drei Regionalkonferenzen im Land, auf denen sich die Kandidaten vorstellen und für Positionen werben können. Im ersten Quartal 2015 sollen die 1450 Parteimitglieder schließlich über den Landesvorsitz der Liberalen entscheiden. Die sachsen-anhaltische FDP kämpft um den Wiedereinzug in den Landtag 2016. Seite 4