In den Jahren von 1992 bis 2013 gab es in Sachsen-Anhalt 1910 Gewaltstraftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Im vergangenen Jahr waren es 71, so wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Sieben Tote sind inzwischen als Opfer rechter Gewalt seit 1990 anerkannt, darunter drei, die 2012 umklassifiziert worden sind. Die Mobile Opferberatung geht von mindestens 13 Todesopfern aus.

Mit rund 950 Straftaten gehörten im vergangenen Jahr die Propagandadelikte zur größten Gruppe (Anteil 54 Prozent) der rechtsmotivierten Straftaten. Einen erheblichen Anstieg gab es bei den fremdenfeindlichen Taten von 84 noch vor fünf Jahren auf inzwischen 222 im vergangenen Jahr. Die Zahl der antisemitischen Straftaten stieg im gleichen Zeitraum von 47 auf 70. Diese wurden überwiegend an Gedenkstätten begangen.