Magdeburg l Außer den bereits beschlossenen Großvorhaben wie das Herzzentrum in Magdeburg oder die neue Haftanstalt in Halle hat die Regierung gestern zudem eine Liste mit weiteren acht Projekten im Wert von fast 60 Millionen Euro beschlossen. Profitieren werden Magdeburg, Halle und die Altmark. Staßfurt und Köthen werden die Landesämter für Geologie verlieren - die Behörde wird in Halle konzentriert.

Ziel ist es, dass möglichst viele Einrichtungen in landeseigene Immobilien einziehen und die Zahl der Mietbüros sinkt, sagte Finanz-Staatssekretär Jörg Felgner (SPD). Die Vorhaben werden fast alle staatlich finanziert, Privatmodelle würden auf Wunsch der Fraktionen nicht verfolgt, sagte er.

Die großen Vorhaben im Überblick:

Polizeidirektion Nord in Magdeburg: Der Altbau in der Sternstraße wird ab 2015 umfassend erneuert und erweitert. Mit einziehen wird auch das Technische Polizeiamt, das derzeit noch im Norden der Stadt sitzt. Kosten: 125 Millionen Euro. Saniert wird auch das Gebäude der Landesbereitschaftspolizei im Osten der Stadt.

Landgericht Magdeburg: Der alte, aus der Kaiserzeit stammende Teil des Komplexes wird ab 2015 erneuert.

Neuer Großkomplex Finanzministerium in Magdeburg: Alle Finanzbereiche mit ihren 400 Mitarbeitern sollen künftig am Standort Olvenstedter Straße konzentriert werden. Das dort bereits bestehende Finanzministerium wird um den Verwaltungspalast des einstigen Regierungspräsidiums (früher Rat des Bezirkes) und die Gebäude des einst hier sitzenden Umweltministeriums erweitert. Kosten: 20 Millionen Euro. In den Komplex ziehen werden auch die Beamten der Oberfinanzdirektion, die als eigenständige Behörde künftig nicht mehr existiert. Das Umweltministerium bleibt vorerst Mieter in der Leipziger Straße.

Landesanstalt für Landwirtschaft: Gut 10 Millionen Euro sollen in die Behörde nach Iden im Kreis Stendal fließen. Dort sind Gebäude vom Schwamm befallen.

Das Landesamt für Verbraucherschutz in Stendal wird neu gebaut.