Magdeburg l In der verfahrenen Situation um den Plattenbau am Westring gibt es immer noch keine Lösung. Die Leipziger Vermieterin hat offenbar immer noch nicht mit den Bewohnern gesprochen, sondern die Stadt um Hilfe gebeten. "Den Mietern wurde das Hilfsangebot übermittelt, bei Bedarf den Sozialen Dienst anzufordern", sagte Stadtsprecher Tino Netzel.

Warum die Stadt hier helfen soll, ist allerdings unklar. Das Haus ist in privatem Eigentum und wurde vermutlich seit Jahren nicht instand gesetzt.

Hintergrund für die aktuelle Debatte ist eine Volksstimme-Recherche. Ursprünglich sollte in dem Haus zum 1. Oktober ein Asylbewerberheim entstehen. Niemand will aber gewusst haben, dass in dem Haus unter katastrophalen Bedingungen Leute wohnen. Bei der Volksstimme haben sich ehemalige Bewohner gemeldet und die Schilderungen bestätigt. In dem Haus soll es beispielsweise seit längerer Zeit kein fließendes Wasser oder funktionierende Heizungen geben.

Nach den Zeitungsberichten hatte die Stadt die Festlegung auf den Westring zurückgezogen und betont, nun auch nach Alternativstandorten für ein Asylbewerberheim zu suchen, da ihr die Immobilie als unbewohnt angeboten worden sei. Am gestrigen Donnerstag hatte sich am Zustand des Plattenbaus augenscheinlich nichts geändert. So türmt sich etwa immer noch der Müll vor dem Haus.