Magdeburg (dpa) l Mit ihrem feinen Geruchssinn, ihrer Wendigkeit und ihrem Gehorsam unterstützen Hunde die Polizei bei ihrer Arbeit. Aber auch sie gehen mal in den Ruhestand. Was dann?

Sachsen-Anhalts Polizei arbeitet derzeit mit 99 aktiven Diensthunden zusammen und kümmert sich finanziell auch um ausgesonderte Tiere. Das ist nicht in allen Bundesländern so, wie das Innenministerium auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Sebastian Striegel antwortete. Für die Haltung und Pflege eines ausgesonderten Diensthundes zahle das Land eine monatliche Aufwandsentschädigung von 50 Euro - ähnlich viel wie in Bayern, Hamburg und Niedersachsen. Sechs Länder sähen keine Zahlungen vor, darunter Sachsen und Thüringen. Zum 1. Juli wurde laut Ministerium für 42 Hunde eine Pauschale gezahlt.

Beamte, die aktive Diensthunde bei sich beherbergen, entschädige das Land mit monatlich 65 Euro, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Die Kosten für die Betreuung, Pflege, Fütterung und den Transport des Tieres zwischen Wohnung und Dienststelle im Privatwagen sei damit abgegolten. Für den Tierarzt oder Zwinger zahle das Land extra.

Die Vergütung von 65 Euro liegt nach Ministeriumsangaben auf dem Niveau vieler anderer Bundesländer wie etwa Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg. Höhere Beträge gebe es in Thüringen, Berlin und Hessen, wo sie zwischen 71,50 und 87 Euro monatlich erreichen.

Diensthunde unterstützen die Polizei bei unterschiedlichen Aufgaben: Sie helfen bei der Verfolgung von Straftätern, der Suche nach Vermissten, Sprengstoff und Drogen.