Merseburg | Ein paar Kuhfladen nachlegen und die Fahrt kann weitergehen: Ein Öko-Trabant ist seit Sonnabend das neue Schmuckstück der Sonderausstellung "Trabant - Fluch oder Segen" des Luftfahrt- und Technikmuseumsparks in Merseburg.

Gebaut hat ihn Halles Original, der als "Drehorgel-Rolf" bekannte Rolf Becker. Gemeinsam mit Freunden hatte der Diplom-Ingenieur für Fahrzeugbau monatelang an dem Prototypen geschraubt. Das Resultat: ein Öko-Trabi mit sechs Rädern. Die Vorderachse wird von einem Elektromotor auf Solarbasis angetrieben. Dahinter läuft der normale Zwei-Zylinder-Trabi-Motor. Doch das ist erst der Anfang, wie Drehorgel-Rolf am Sonntag auf Volksstimme-Anfrage erklärte: "In den nächsten acht Wochen bauen wir an die Hinterachse noch einen Sechs-Zylinder-Viertaktmotor, und der nimmt alles, selbst Biogas aus Kuhfladen." Die 261 im Nummernschild ist Programm: "So viel PS wird er haben, und so schnell fährt er dann auch." Bis zu 20.000 Euro habe der Umbau gekostet.

Warum er den Trabi ins Museum gebracht hat? "Da steht er besser als bei mir", sagt Drehorgel-Rolf. Außerdem brauche er so viele Sondergenehmigungen - "den kriege ich in Deutschland doch nie auf die Straße".