Magdeburg (st/dpa) l Die seit Wochen kursierende Internet-Aktion "Ice Bucket Challenge" zugunsten ALS-Kranker macht auch vor Landtag und Landesregierung nicht Halt. Auslöser war der Grünen-Abgeordnete Sebastian Striegel, der sich im Geiseltalsee (Saalekreis) den Eimer mit Eiswasser über den Kopf kippte und sich anschließend in voller Montur in den See fallen ließ.

Wie es die Regeln der erfrischenden Aktion vorsehen, nominierte er drei weitere Kandidaten: Seine Parlamentskolleginnen Henriette Quade (Linke) und Petra Grimm-Benne (SPD, hat schon nachgelegt) sowie CDU-Innenminister Holger Stahlknecht. Der will sich jedoch nicht mit einem Eimer eiskaltem Wasser übergießen lassen. "Er duscht jeden Morgen eiskalt", sagte sein Sprecher am Mittwoch. "Wir bitten aber um Verständnis, dass wir die Bilder nicht bei Youtube einstellen." Stattdessen werde der Minister für die Bekämpfung der Nervenkrankheit ALS spenden.

Jeder Teilnehmer und Spender kann drei weitere Personen zu der Benefizaktion einladen. Stahlknecht nominierte nun neben seinen beiden CDU-Parteikollegen Eva Feußner und Siegfried Borgwardt auch SPD-Finanzminister Jens Bullerjahn (52). Ob Bullerjahn sich nass macht oder Geld spendet, blieb zunächst offen.

Die "Ice Bucket Challenge" (Eiskübel-Herausforderung) ist eine seit Wochen im Internet kursierende Benefizaktion für Menschen, die an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt sind. ALS schädigt Nervenzellen und ist in den meisten Fällen tödlich. Viele Prominente haben daran schon teilgenommen und wiederum andere dazu aufgerufen. Als Beleg der eiskalten Dusche mit Spendenaufruf stellten viele dazu Videos ins Netz.