Pouch/Magdeburg (dpa) | Das Oberverwaltungsgericht in Sachsen-Anhalt hat die Schließung der Grundschule in Pouch (Landkreis Anhalt-Bilderfeld) vorläufig bestätigt. Das öffentliche Interesse daran überwiege gegenüber dem Interesse der Eltern, die Schule zu erhalten.

Die für die Grundschule zuständige Gemeinde Muldestausee will die von der Schließung betroffenen Kinder in die Grundschule Rösa schicken. Aber auch hier besteht das Risiko, dass es dauerhaft nicht genügend Schüler geben wird.

Ob es bei einer dauerhaften Schulschließung für die Grundschule in Pouch bleibt, ist damit aber noch nicht klar. In dem Fall handelt es sich um ein Rechtsschutzverfahren.

In Sachsen-Anhalt sollen in diesem Sommer insgesamt 31 Grundschulen geschlossen. Sie haben die vom Land vorgegebene Mindestschülerzahl nicht erreicht. In dünn besiedelten Landkreisen müssen Grundschulen ab dem Schuljahr 2014/2015 mindestens 52 Schüler betreuen, ab 2017 sind es 60, um im Bestand gesichert zu sein.