Baustart auf dem Parkplatz am Elbbahnhof: Ab Montag werden Bauarbeiter der vorübergehenden Seenlandschaft auf dem Gelände ein Ende bereiten. Kostenpunkt: zirka 400000 Euro.

Magdeburg l Viele Magdeburger wird es freuen: Der Parkplatz am Elbbahnhof wird fast zehn Jahre nach seiner Eröffnung mit Pflaster und Bitumen befestigt. Ab Montag ist das Parken dort nicht mehr gestattet, denn dann wird gebaut. "Mit dem Ausbau wird ein Schandfleck am neuen Wohngebiet im früheren Elbbahnhof beseitigt", erklärte auch Oberbürgermeister Lutz Trümper erfreut.

Nach Fertigstellung, voraussichtlich Ende November, stehen auf dem Gelände 314Parkplätze zur Verfügung - für Besucher der Grusongewächshäuser, Gäste von Veranstaltungen und Tagesparker. Allerdings wird die Stadt dann auch Gebühren erheben, informierte der Pressesprecher der Landeshauptstadt, Michael Reif. Bislang war das Parken dort kostenfrei. Eine wochen- oder monatsweise Vermietung der Parkplätze sei nicht angedacht, informierte Michael Reif.

Bauarbeiter werden die Parktaschen mit Natursteingroßpflaster versehen. Die Zufahrten und die Fahrgassen erhalten hingegen eine Bitumendecke. Auch für die Entwässerung wird gesorgt sein. Zwischen den Stellplatzreihen lässt die Verwaltung Rasen und vereinzelt Bäume an- pflanzen.

Der Parkplatz hatte in der Vergangenheit immer wieder für Furore gesorgt. Erst verhinderte die Blaugeflügelte Ödlandschrecke, dass er gepflastert werden konnte, dann war er nach einem Ausbau-Kompromiss mit Schotter immer wieder nur teilweise nutzbar, weil Wasser nicht abfloss (Historie im Infokasten). Grund dafür sei die starke Nutzung und damit verbundene Verdichtung des Bodens gewesen, begründet Reif.

Nun gibt es erneut Kritiker. Nicht, weil der Parkplatz ausgebaut wird, sondern weil er gerade jetzt ausgebaut wird. Melanie Kleinert aus Hohendodeleben beklagte am Volksstimme-Lesertelefon: "300 bis 400 Menschen wissen nun nicht, wo sie ihre Autos abstellen sollen." Mit den Bauarbeiten hätte gewartet werden sollen, bis das neue Parkhaus in der Nähe des Hasselbachplatzes fertiggestellt ist, findet die Hohendodeleberin.

Die Stadtverwaltung bittet Autofahrer indes in einer Pressemitteilung, den nahegelegenen Parkplatz an der Erich-Weinert-Straße gegenüber dem AMO zu nutzen. Dort stünden 144 Stellplätze zur Verfügung, informierte Reif. Eine weitere Alternative biete sich auf dem kostenpflichtigen Großparkplatz an der Listemannstraße in Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, lautet der Vorschlag der Stadtverwaltung.

"Das Tiefbauamt bittet alle Kraftfahrer um Verständnis für die dringend notwendigen Arbeiten", formulierte Reif abschließend.