Magdeburg (rs) | Der Magdeburger Hauptbahnhof und angrenzende Bereiche mussten am Sonnabendmorgen gegen 8.45 Uhr evakuiert werden. Aus einem Behälter eines Eisenbahnwaggons war eine giftige explosive Flüssigkeit ausgelaufen. Bahnpolizei, Polizei und Rettungskräfte sind noch immer im Einsatz und hatten das Gelände am Morgen abgeriegelt.

Nach Volksstimme-Informationen soll es sich bei der Havarie nicht um einen Unfall handeln. Die Flüssigkeit lief aus einen Kesselwagen aus, der auf einen Gleis südlich des Hauptbahnhofgebäudes stand. Dabei handelt es sich um die Flüssigkeit Methyl-Butyl-Ether. Nachdem die Feuerwehr die Lecks an dem Waggon abdichten konnte, wurde der Bahnhof in den Mittagsstunden schrittweise wieder freigegeben. Mittlerweile sind alle Gleise wieder zugänglich.


Der Lokführer hatte das Leck selbst gegen 8.36 Uhr bemerkt und sofort Alarm geschlagen. Der Bahnhof wurde daraufhin gegen 8.45 Uhr voll gesperrt und geräumt. Der Zugverkehr musste eingestellt werden. Bei den auslaufendem Stoff Methyl-Butyl-Ether soll es sich um eine benzinähnliche giftige Flüssigkeit mit narkotischer Wirkung handeln, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Ulrich Claus. Der Stoff wird in Ottokraftstoffen als Zusatzstoff verwendet. Entsprechend vorsichtig mussten die Einsatzkräfte vorgehen.

Rund um den Bahnhof war aufgrund der Sperrung und des zuvor angelaufenen Warnstreiks der Lokführer Chaos ausgebrochen. Fahrgäste versuchten auf Busse umzusteigen um ihre Reise fortsetzen zu können. Die Bahn hatte für die durch den Streik ausgefallenen Züge Schienenersatzverkehr bereit gestellt.

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