Magdeburg | Die SPD will sich nicht schon wieder nass machen lassen: Beim Ruder-Duell mit dem Koalitionspartner CDU am Sonntag auf der Trogbrücke des Mittellandkanals wollen sich die Sozialdemokraten richtig in die Riemen legen. Das müssen sie auch. Bislang gab es drei Rennen - und jedes Mal lagen die Christdemokraten vorn. Im vorigen Jahr hatten die SPD-Ruderer schlichtweg den Start verpennt. So was rächt sich im Land der Frühaufsteher.

Zwar kennen die Sozialdemokraten aus zurückliegenden Wahlen das blöde Gefühl, von der CDU abgehängt zu werden. Dennoch: Diese Niederlagen auf dem Wasser tropfen nicht so einfach an ihnen ab. SPD-Chefin Katrin Budde will diesmal keinen Schiffbruch erleiden. "Natürlich wollen wir endlich gewinnen", gibt sie sich kämpferisch. André Schröder, der sonst auf den Koalitionsfrieden bedachte CDU-Chef, will der SPD die Strecke nicht kampflos überlassen. "Wir wollen den vierten Stern holen", sagt er.

Budde ist indes - in der Partei wie auch beim Rennen - die Steuerfrau. Da muss die Magdeburgerin mächtig aufpassen, dass es auch in die richtige Richtung geht. Denn landespolitisch steuert sie derzeit kräftig nach links. Auf der Trogbrücke, liebe Frau Budde, geht es geradeaus.