Magdeburg l Viele positive Rückmeldungen gab es am Sonnabend und gestern zur ersten Magdeburger Kulturnacht, die unter dem Motto "Fliegen lernen" stand. Mehr als ein Jahr hatten Kunst- und Kulturschaffende aus Magdeburg gemeinsam am Kulturnacht-Jet gearbeitet. In Kooperation mit Vertretern des Kulturbüros der Landeshauptstadt wurde diskutiert, geplant und organisiert, um das Großereignis auf die Startbahn zu bringen. Um 17 Uhr am Sonnabend starteten die Organisatoren dann an der Sternbrücke die Motoren - mit einem abwechslungsreichen, 45-minütigen Check-in, der Musikalisches ebenso beinhaltete wie Tänzerisches, wurden die Fluggäste auf die Reise durch die Magdeburger Kulturnacht vorbereitet. Dann noch letzte Anweisungen des Kulturnacht-Jet-Personals, und trotz schlechtem Wetter die Freigabe aus dem Tower. Und dann hieß es abheben in eine Welt kultureller Vielfalt.

Mehr als 30 Institutionen der Stadt hatten sich beteiligt. Dabei erhielten kleinere Einrichtungen wie das Friseurmuseum ebenso großen Zuspruch wie große Häuser, etwa das Opernhaus oder das Kulturhistorische Museum.

Nicht nur bei den Besuchern kamen die unterschiedlichsten Kulturangebote sehr gut an. Auch die Veranstalter zeigten sich gestern in einem ersten Resümee mehr als zufrieden. "Ich war richtig glücklich", sagte beispielsweise Nadja Gröschner, die in der Feuerwehrwache fliegende Führungen anbot. Viele Besucher hätten sich überrascht gezeigt vom vielfältigen Angebot, das die Stadt zu bieten hat.

Ein Eindruck, den Mitorganisator Norbert Pohlmann vom Forum Gestaltung bestätigt. Und nicht nur das: "Es gibt mehr als nur die Absicht, die Kulturnacht zu einer Tradition werden zu lassen." Dabei sieht er durchaus noch Reserven, die sich in der Auswertung der Veranstaltung noch ergeben werden.

Besucher hatten in einer Volksstimme-Umfrage unter anderem moniert, dass die öffentlichen Verkehrsmittel zu selten und nicht pünktlich gefahren seien. Außerdem hätte die Kulturnacht noch einige Stunden länger dauern können, lautete der Wunsch vor allem von jüngeren Besuchern. Sie sehen auf diese Weise auch eine Möglichkeit, sich mehr anschauen zu können. Viele Angebote fanden parallel statt.

Gerade darin sah Norbert Pohlmann aber auch einen Vorteil. Denn auf diese Weise wurden unterschiedliche Klientel nicht nur vermischt, sondern auch überrascht, wie er im Volksstimme-Gespräch sagte: "In Magdeburg ist viel los, was viele gar nicht wissen." Als Kulturbeigeordneter war auch Rüdiger Koch in den Kulturhimmel abgehoben - und ebenso begeistert. Er habe viele positive Rückmeldungen bekommen. Rückblickend lobte er die "außerordentlich engagierte und gute Zusammenarbeit" der beteiligten Institutionen.

Wie viele Besucher eine Karte für die Kulturnacht kauften, war gestern noch nicht in Erfahrung zu bringen. Der Erlös der Veranstaltung soll für die zweite Auflage verwendet werden.

Weitere Bilder im Internet unter www.volksstimme.de/magdeburg

 

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