Magdeburg l Kein Noteinsatz im Landtag, sondern ein gewerkschaftlich organisierter Protest von Feuerwehrleuten war Donnerstag früh der Grund für Sirenengeheul und Blaulicht auf dem Magdeburger Domplatz. Etwa 200 Berufsfeuerwehrleute aus Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau waren mit ihren Fahrzeugen angerückt, um gegen die geplante Verlängerung ihrer Lebensarbeitszeit von 60 auf 62 Jahre zu protestieren.

Bislang gehen die Landesangestellten in den drei Berufswachen mit einem Alter von 60 Jahren in Pension. Durch die Verlängerung der Lebensarbeitszeit um zwei Jahren verspricht sich das Land Einsparmöglichkeiten. Anlass für den Protest gestern war die erste Lesung zum Haushalt 2015 im Landesparlament.

Feuerwehrmann Stefan Rupprich aus Magdeburg kann die geplanten Einsparungen nicht nachvollziehen. "Sie können ja mal mit voller Ausrüstung ein paar Stockwerke nach oben laufen. Mit über 60 wird das ein Problem", sagt er. Letzlich gehe die Einsparung auf Kosten der Sicherheit der Bürger, wenn Feuerwehrleute im Einsatz seien, die den körperlichen Anforderungen des Berufes nicht gewachsen sind.

Über eine möglichen Anhöhung der Lebensarbeitszeit entscheidet der Landtag in den nächsten Wochen. Betroffen sind neben Berufsfeuerwehrleuten auch Mitarbeiter des Polizeivollzugsdienstes und des Strafvollzugs.

   

Bilder