Magdeburg l Laubschnitt von Laubbäumen, Schnittholz und Ähnliches darf nicht mehr aus dem Bereich von Rothensee und Umgebung abtransportiert werden, da in dem Gebiet Spuren des gefährlichen Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt wurden - die Volksstimme berichtete. Wie die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) in Bernburg bezüglich der Entsorgung von Laubgrünschnitt aus der Quarantänezone mitteilt, gibt es ab diesem Freitag, 26. September, einen Sammelplatz bei Storck Umweltdienste in der Parchauer Straße 3.

Alle Bürger im Quarantänegebiet können anfallenden Schnittmaterial dort abliefern. Möglich ist dies montags bis freitags von 6 bis 18 sowie sonnabends von 8 bis 12 Uhr. Laubgrünschnitt und Astwerk seien auf 0,5 Meter zu zerkleinern bei einer Aststärke von 0,15 Metern. Die Kantenlänge von Holzstämmen darf die Maße 0,5 mal 0,15 mal 0,15 Metern nicht überschreiten, heißt es in einer Mitteilung der LLFG.

Betroffen ist das Gebiet in einem Umkreis von zwei Kilometern um den ersten Fundort in Rothensee. Eher zufällig waren einem Passanten die markanten Fraßspuren an heruntergebrochenen Ästen eines Baumes aufgefallen, der inzwischen beseitigt wurde. Das Quarantänegebiet befindet sich im Norden der Landeshauptstadt und umfasst auch minimale Gebiete des Landkreises Jerichower Land direkt an der Elbe.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist vermutlich in Hölzern aus Asien in Europa eingeschleppt worden. Bis zum Fund in Magdeburg vor wenigen Tagen war Sachsen-Anhalt noch nicht betroffen. Eine Gefahr besteht durch das Insekt vor allem deshalb, weil es gesundes Holz zerstört und in Europa keine natürlichen Feinde hat. Darüber hinaus kann es nicht mit Pestiziden bekämpft werden.

Nach dem Inkrafttreten der Allgemeinverfügung zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers hat die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau inzwischen erste Meldungen erhalten, wie Dr. Ursel Sperling, Dezernatsleiterin Pflanzenschutz, auf Nachfrage der Magdeburger Volksstimme erklärt. "Wir gehen jedem Hinweis nach. Bis jetzt gibt es aber keinen bestätigten Verdacht", berichtet sie vom derzeitigen Stand.