Gelsenkirchen (dpa) l Eine Toilettenaufsicht eines Reinigungsunternehmens hat in der Auseinandersetzung um Anteile an den "Sammelteller"-Einnahmen in einem Einkaufszentrum 1000 Euro vor Gericht erstritten. Die Angestellte und ihr Arbeitgeber einigten sich am Donnerstag vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen auf einen entsprechenden Vergleich.

Insgesamt sollen in den zwei beklagten Monaten im Einkaufszentrum im Centro Oberhausen 30000 Euro zusammengekommen sein. Daran waren knapp zwei Dutzend Angestellte beteiligt.

Die Klägerin begründete die Forderung damit, dass Toilettenbesucher das Geld als Trinkgeld geben. Sie bekommt vom Unternehmen einen Stundenlohn von 5,20 Euro brutto. Die Firma ist der Auffassung, dass es sich um ein "freiwilliges Nutzungsentgelt" handelt. Damit stehe das Geld allein dem Arbeitgeber zu. Vor Gericht lenkte die Firma ein.