Vor genau einem Jahr wird ein Prüfbericht des Ostdeutschen Sparkassenverbandes bekannt: Millionenschaden durch zu häufig wechselnde und zu viele Dienstwagen des ehemaligen Vorstandschefs sowie Unregelmäßigkeiten bei Aufträgen für Sparkassen-Bauprojekte in den Jahren 2010 bis 2012.

Sechs Monate später liegt das Ergebnis für die Jahre 2007 bis 2009 vor. Auch hier beläuft sich der Schaden in beiden Bereichen auf rund eine Million Euro.

Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Sparkassenchef, einen ehemaligen Abteilungsleiter und einen Bauunternehmer. Vor dem Landgericht und dem Arbeitsgericht in Stendal laufen bereits mehrere Prozesse.

Das Verfahren sorgte vorige Woche erneut für Schlagzeilen: 88 Ordner mit Beweismaterial, die in der Asservatenkammer der Staatsanwaltschaft lagerten, sind "versehentlich" geschreddert worden. (mr)