Magdeburg l Die Belastung der Luft mit Schadstoffen lässt sich nicht allein auf den motorisierten Verkehr zurückführen. Wie aus dem am Montag veröffentlichten Immissionsschutzbericht hervorgeht, liegen 95 Prozent der Überschreitungen von Schadstoffgrenzwerten in den Wintermonaten, in denen viel mit Holz geheizt wird.

"Immer mehr Haushalte nutzen Holz als Brennstoff, das schlägt sich in den Luftmessungen nieder", erklärte Klaus Rehda, Präsident des Landesamtes für Umweltschutz, am Montag. An manchen Wintertagen hätte die Holzfeuerung mittlerweile einen Anteil von 20 Prozent am gesamten Schadstoffaufkommen in der Luft.

Moderne Öfen schonen die Umwelt

Rehda betonte, dass Holzfeuerung grundsätzlich nichts Schlechtes sei, da Holz im Gegensatz zu Öl oder Gas ein nachwachsender Rohstoff ist. Verbraucher sollten aber alles dafür tun, die Schadstoffbelastungen zu minimieren."Sie sollten möglichst nur trockenes, naturbelassenes Holz verwenden", erklärte Rehda. Nasses oder gar beschichtetes Holz erzeuge doppelt so starke Schadstoffbelastungen und sei ohnehin nicht zur Verbrennung zugelassen. Zudem sollten Verbraucher moderne Öfen nutzen, die weniger Immissionen produzieren als ältere Modelle.

Kritik an Verbrennung von Grünabfällen

Dietmar Weihrich, umweltpolitischer Sprecher der Grünen, kritisierte am Montag auch die Abfallverbrennung in Kleingärten. "Das Verbrennen von Grünabfällen belastet ebenfalls vielerorts die Luft", sagte Weihrich. Er monierte, dass es hierfür keine landesweiten Vorgaben gibt, wann und wo Grünabfälle verbrannt werden dürfen. "Das regeln die Kreise derzeit nach Gusto."

Umweltamts-Präsident Klaus Rehda hält strengere Vorgaben für Kleingärtner allerdings nicht für nötig. "Die Kreise, die Probleme mit Schadstoffgrenzwerten haben, haben die Abfallverbrennung ohnehin schon untersagt." Meinung