Magdeburg l Feuerwerk ist schön anzusehen, belastet aber die Luft erheblich mit Feinstaub. Bei den Pyrogames in Magdeburg herrschten zumindest für eine Stunde sogar chinesische Verhältnisse. Mit 800 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft fiel die Feinstaubbelastung am Schleinufer so hoch und gesundheitsschädlich aus wie in Peking. Das geht aus dem Immissionsschutzbericht hervor, den Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) am Montag vorstellte.

Grund zur Sorge gibt es aber kaum. Während die Menschen in den chinesischen Millionenmetropolen fast täglich stark überhöhten Schadstoffbelastungen ausgesetzt sind, geht die Luftverschmutzung hierzulande zurück. In Magdeburg wurde der Grenzwert für Feinstaub, der bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt, nur 16-mal im vergangenen Jahr überschritten. Halle registrierte 30 Überschreitungen. Nach EU-Recht zulässig sind 35 Überschreitungen pro Jahr.

Rückläufig ist auch die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid. Sie sank im Vergleich zu 2012 um sechs Prozent. "In Sachsen-Anhalt hat sich die Luftqualität verbessert", erklärte Umweltminister Aeikens. Da die EU ab 2015 schärfere Grenzwerte vorschreibt, seien aber weitere Anstrengungen nötig.

Bereits bewährt haben sich laut Immissionsschutzbericht die Umweltzonen in Magdeburg und Halle. Über das Jahr betrachtet sind hier die Feinstaub-Werte teilweise um 20Prozent, die Stickstoffdioxid-Werte um bis zu 15 Prozent gesunken. Aeikens erwartet, dass die Belastungen künftig weiter zurückgehen.