Magdeburg l Mehr Schutz gegen Überflutung, verspricht die neue Hochwasserschutzanlage in der Turmschanzenstraße. Am Montag haben die Vorbereitungen für die Errichtung einer Hochwasserschutzmauer begonnen. Statt eines grünen Geländers wird hier zukünftig eine 1,30 Meter hohe Betonbrüstung stehen. Neben der Absperrung und Einrichtung der Baustelle wurde gestern begonnen den Bewuchs entlang der Ufermauer zu roden und eine Baufreiheit herzustellen.

Über ein Jahr ist es her, da zeigte die Elbe, dass sie auch anders kann. Nach dem Junihochwasser 2013 wurde viel darüber diskutiert, was alles verändert werden sollte, um solche Szenarien künftig besser in den Griff zu bekommen.

Markantes Geländer wird demontiert und eingelagert

Passiert ist baulich noch nichts. Doch jetzt nimmt der neue Hochwasserschutz endlich Form an. Im Uferbereich der Turmschanzenstraße soll eine Hochwasserschutzmauer errichtet werden. Auf die bereits bestehende Mauer werde eine wasserdichte Betonbrüstung mit Natursteinverblendungen aufgesetzt, so die Planung. Zwischen dem Ministerium für Arbeit und Soziales und Friedensbrücke ist der Bau einer Stahlbetonwand mit Natursteinverblendung geplant. Eine Spundwand soll zudem die Bodenschichten unterhalb der Schutzwand abdichten. Glaselemente sollen die Schutzwand auflockern.

Die Mauer soll künftig vor einem Hochwasser mit einem Pegel von maximal 7,80 Metern schützen. Mit dem neuen Richtwert von 7,80 sind ca. 30 Zentimeter Puffer zum Rekordhochwasser 2013 enthalten. Die Baukosten betragen 2,2 Millionen Euro und sind zur Förderung beim Land beantragt.

Das markante grüne Geländer der Turmschanzenstraße bleibt nach der Demontage in den kommenden Wochen übrigens Eigentum der Stadt. "Konkrete Planungen für einen späteren Einsatz gibt es derzeit jedoch noch nicht", erklärte Michael Reif auf Nachfrage der Volksstimme. Mehrere Volksstimme-Leser hatten sich nach dem Verbleib der ortsprägenden Brüstung informiert.

Wegen der Arbeiten in der Turmschanzenstraße kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Die Einfahrt aus Richtung Jerichower Straße ist nur bis zur Zufahrt des dortigen Ministeriums möglich. Die Turmschanzenstraße wird vom Heumarkt in Richtung Markgrafenstraße als Einbahnstraße ausgeschildert.