Stößen/Magdeburg l Die AfD in Sachsen-Anhalt will ihre Positionen künftig differenzierter und sachlich vortragen. Darauf hat sich der Landesvorstand in der Nacht zu Sonnabend in Stößen (Burgenlandkreis) geeinigt. Er regiert damit auf rechtslastige Äußerungen dreier Vorstandsmitglieder.

Ordnungsmaßnahmen will die Partei nicht ergreifen. "Wir belassen es bei einer Ermahnung", sagte Landesvorsitzender André Poggenburg. Vorstandsmitglieder hatten unter anderem den Holocaust relativiert und den USA unterstellt, selbst hinter dem Terrorangriff vom 11. September zu stecken. Derartige "verbale Verfehlungen" sollten sich nicht wiederholen, sagte Poggenburg.

Die AfD steht bundesweit in der Kritik. Parteichef Bernd Lucke räumte gegenüber der Bild am Sonntag "relativ viele" rechtsextreme Einzelfälle ein. Allerdings werde die Partei das nicht dulden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die AfD als "Schande für Deutschland" bezeichnet. AfD-Landeschef Poggenburg kontert, das könne seiner Partei "vielleicht sogar nutzen".