Magdeburg (mf/dpa) l Der in einem Leipziger Krankenhaus behandelte Ebola-Patient ist tot. Der 56 Jahre alte UN-Mitarbeiter aus dem Sudan, der am Donnerstag von Liberia zur Behandlung eingeflogen war, verstarb in der Nacht zum Dienstag. Das erste Todesopfer der Seuche auf deutschem Boden soll in einem Spezialsarg verbrannt werden. In Westafrika forderte die Epidemie bishlang mehr als 4400 Tote, die Infiziertenzahl wird mit rund 8900 angegeben. Deutsche Firmen haben sich bereits aus den betroffenen Ländern komplett zurückgezogen.

In Sachsen-Anhalt werden Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung in Halberstadt (Harzkreis) einer Gesundheitsuntersuchung unterzogen. "Das sieht das Asylverfahrensgesetz auch so vor", so Innenministeriumssprecher Stefan Brodtrück. Sollte dabei ein Verdachtsfall auftreten, erfolge die weitere Untersuchung in dem für Sachsen-Anhalt zuständigen Leipziger Spezial-Krankenhaus "St. Georg". Betroffene Patienten holen die Ärzte mit einem speziellen Rettungswagen für hochinfektiöse Kranke ab. Das gelte für alle solche Fälle im Land. Die Ärzte seien inzwischen mit entsprechenden Merkblättern informiert worden. Das Sozialministerium nimmt zudem wöchentlich an einer Telefonkonferenz auf Bund-Länder-Ebene teil, bei der aktuelle Informationen zur Seuche weitergegeben werden.Seiten 3 und 4