Dessau-Roßlau (mf) l Ein mutmaßlicher Serien-Bankräuber hat sich in der Nacht zum Donnerstag in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Dessau-Roßlau mit einem Seil, das er aus Bettlaken und Decken knüpfte, erhängt. Den 41-jährigen Leipziger fanden am Morgen Justizbeamte tot in seiner Zelle auf. Das bestätigte gestern Polizeisprecherin Doreen Wendland.

Der Mann war bereits am Montag nach einem Banküberfall in Sachsen von einer Spezialeinheit aus Sachsen-Anhalt in Leipzig festgenommen worden. Er soll zuvor weitere Banken in Roitzsch (Anhalt-Bitterfeld) und in Krumpa (Saalekreis) überfallen haben. Der Mann hatte insgesamt etwa 100000 Euro erbeutet. Offenbar, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Gegen ihn ordnete das Gericht am Dienstag die Untersuchungshaft an. Die Staatsanwaltschaft hat nun Ermittlungen zu den näheren Todesumständen aufgenommen.

Erst vor vier Wochen hatte sich ein mutmaßlicher Doppelmörder in der JVA Dessau-Roßlau erhängt. Er galt als dringend tatverdächtig, seine 39 Jahre alte Ehefrau und deren elfjährigen Sohn in Bitterfeld getötet zu haben, weil sich die Frau von ihm trennen wollte. Auch ihm gelang es, sich mit Textilien zu erhängen.