Dessau/Magdeburg (he) l Gegen Mitglieder des AfD-Landesvorstands gibt es Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei. Landeschef André Poggenburg und die Vorstandsmitglieder Jobst von Harlessem und Dirk Hoffmann müssten gehen, um Schaden von der Partei abzuwenden, fordert der Stadtverband Dessau-Roßlau. Dessen Vorsitzender Rainer Gerdung sagte, Extremismus, Antisemitismus und Holocaust-Verharmlosung seien mit seinen Anschauungen unvereinbar. "Derartige Entgleisungen müssen für die drei Genannten Konsequenzen nach sich ziehen und dürfen durch den Landesvorstand nicht länger toleriert werden."

Der AfD-Landesvorstand erkennt den Dessauer Stadtverband nicht an, umgekehrt gilt das Gleiche. Der Sonderparteitag von Güsten, bei dem Poggenburg zum Nachfolger des Dessauers Arndt Klapproth gewählt wurde, wird juristisch angefochten.