Jerusalem (egw) | Er ahnte nicht, was ein einziger Eintrag auf Facebook auslösen würde. Als Naor Narkis vor einem Monat einen Kassenzettel von einem Discounter in Berlin veröffentlichte, trat er in seiner Heimat Israel eine Debatte los, die bis in höchste Regierungskreise schwappte.

Wie welt.de berichtet, ging es um einen Schokoladenpudding, der in Deutschland 19 Cent kostet, in Israel aber mehr als dreimal so viel. Der 25-Jährige rief seine Landsleute dazu auf, nach Berlin auszuwandern, weil ein Leben in Israel nicht bezahlbar sei. Nachdem mehr als 20000 Unterstützer Narkis` Meinung teilten, waren sich die Regierung um Premierminister Benjamin Netanjahu und Politiker der Opposition auf seltene Weise einig: Sie wetterten gegen den Aufruf, nach Berlin zu ziehen. Ausgerechnet nach Berlin, das sei Verrat an Israel, so deren einhellige Meinung.

Narkis überrascht derweil mit der Erklärung, noch diesen Monat nach Tel Aviv zurückzukehren. Heimweh ist eben doch stärker als Schokoladenpudding.