Magdeburg (kt) l Der Schock über die Pegelstände und ihre Auswirkungen beim Elbehochwasser 2013 sitzt noch tief. Einstimmig und ohne jeden Einwand beschloss der Stadtrat als eine Lehre aus dem Ereignis den Ausbau der Gefahrenabwehr in Magdeburg. Insgesamt will die Stadt etwa fünf Millionen Euro in den Bau einer neuen Lagerhalle, die Anschaffung neuer Schutztechnik und die Schaffung neuer Personalstellen investieren.

"Das Schutzziel von 7,80 Meter steht außer Frage", bekräftigte Falko Grube (SPD), was der zuständige Ordnungsbeigeordnete Holger Platz (ebenfalls SPD) zuvor ausgerufen hatte. Platz: "Damit liegen wir gut 30 Zentimeter über den Messungen von 2013, aber unter die 7,50 Meter können wir schon aus emotionalen Gründen nicht zurück." Bis zu einem Elbepegel von 7,80 Meter will sich Magdeburg in der Folge baulich und technisch wappnen. Allseits Zustimmung im Rat. Frank Theile (Linke): "Das sind die richtigen Schlussfolgerungen und wir stehen finanziell voll dahinter. Etwas mehr kann hier nicht schaden."

Holger Platz kündigte neben Investitionen die Einbindung Ortskundiger in den Katastrophenschutz an. "Auswärtige Kräfte waren 2013 teils restlos überfordert. Das darf nicht dazu führen, dass etwa am August-Bebel-Damm der Sandsackwall auf der falschen Seite gebaut wird." Die Stadt will Hochwasserschutzbeauftragte für Rothensee, Werder, Buckau, Salbke und Cracau berufen.

Die Umsetzung des Maßnahmekataloges, daneben von Schutzbauten in mehreren Stadtteilen, ist bis 2019 geplant.