Magdeburg (he) l Die Privatgeschäfte des umstrittenen Managers Dinnies Johannes von der Osten hätten frühzeitig aufgedeckt werden können. Das belegen Zeugenaussagen im IBG-Untersuchungsausschuss des Landtages.

Bei der Privatisierung der landeseigenen Beteiligungsgesellschaft IBG 2007 hatte von der Osten darauf gedrungen, dass er eigene, früher eingegangene Firmenbeteiligungen nicht offenlegen muss. Das Land erfüllte diesen Wunsch durch eine Änderung des Geschäftsbesorgungsvertrages. "Da hätten alle Alarmglocken schrillen müssen", sagte der Grünen-Abgeordnete Olaf Meister. Dem 2013 vom Land geschassten Manager wird vorgeworfen, seine Tätigkeit für das Land mit eigenen Interessen verquickt zu haben.

Der CDU-Abgeordnete Thomas Leimbach sagte, von der Osten habe jede Chance genutzt, sein System auszubauen. Die von ihm geforderte Vertragsänderung sei einer von mehreren Anlässen gewesen, bei denen das Land genauer hätte hinsehen sollen.