Halle l Die Hallenser Polizei hat nach der Ausstrahlung des Falls der ermordeten Studentin Mariya N. in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwochabend bis zum Donnerstagnachmittag ein Dutzend neue Hinweise bekommen. Darunter seien Tipps gewesen, denen die Fahnder der zwölfköpfigen Mordkommission "Neuwerk" auf jeden Fall nachgehen würden, sagte Polizeisprecherin Ulrike Diener der Volksstimme.

Unter anderem führe eine Spur nach Thüringen, wo es einen ähnlichen Fall gegeben habe. Entscheidende Hinweise seien jedoch nicht dabei gewesen, so Diener.

Mariya N. lebte seit 2005 in Halle. Die 29-jährige Studentin der Betriebswirtschaft war Anfang Februar tot in einem Seitenarm der Saale gefunden worden. Sie war beim Joggen überfallen, vergewaltigt und erwürgt worden.

"Wir gehen davon aus, dass sich Täter und Opfer zufällig getroffen haben", so Ulrike Diener. Es handele sich um eines der schwersten Verbrechen in der Region seit Jahren. Bislang gab es bei den Ermittlungen noch keinen Durchbruch, aber aktuell laufe noch ein Massenspeicheltest. Dabei wurden bislang nach Auswertung von Handydaten 3000 Personen überprüft, 1800 haben eine Speichelprobe abgegeben - und 800 Proben sind noch offen.

Die Polizei hofft außerdem, dass jemand noch Hinweise zum bislang verschwundenen Schlüsselanhänger von Mariya N. (siehe Foto) geben kann. Für sachdienliche Hinweise hat die Polizei Halle eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise zum Mordfall nimmt die Polizei unter Tel. (0345)2241291 entgegen.