In der Dessauer Fördermittelaffäre geht es um mögliche Betrügereien in Zusammenhang mit Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitnehmern in den Jahren 2005 bis 2007.

Das IHK-Bildungszentrum Dessau soll dabei Dreh- und Angelpunkt gewesen sein. Ein Netzwerk aus Unternehmern und IHK-Mitarbeitern soll auf diese Weise Millionen erschlichen haben.

Angemeldete Weiterbildungskurse haben teils oder gar nicht stattgefunden. Arbeitnehmer der beteiligten Firmen wurden dazu gedrängt, Anwesenheitslisten zu fälschen, um die Fördermittel abrechnen zu können.

Mindestens zwei Unternehmer haben damals innerhalb der CDU in Dessau-Roßlau wichtige Funktionen eingenommen und einige tausend Euro an die Partei gespendet.

Das Landesverwaltungsamt verlangt 3,6 Millionen Euro von etwa 25 beteiligten Unternehmen zurück. Bislang sind jedoch erst rund 411000 Euro erstattet worden.