In den 20er Jahren begann der Plattenbau seinen Siegeszug. Moderne Materialien wie Stahlbeton und Glas verdrängten mehr und mehr den Ziegelstein. Erste Viertel entstanden in Frankfurt/Main und Berlin-Lichtenberg.

Architektonisch geprägt wurde die Moderne vom Bauhaus Dessau. Kein Stuck, keine Zierde - alles aufs Wesentliche konzentriert.

50er Jahre: Die DDR baute in Innenstädten wie in Magdeburg zunächst prächtige Häuser im "Zuckerbäckerstil". Ab 1957 entstanden in Hoyerswerda erstmals ganze Viertel mit fertigen Betonteilen.

60er Jahre: Große Plattenbauten (Typ P2) bieten Bad und Küche nebeneinander, um Rohre zu sparen, offene Küche, zum Teil mit Durchreiche und Heizkörper. Die kleinen Neubauten (heute oft Alt-Neubau genannt) haben oft noch Ofenheizung.

70er Jahre: DDR-Wohnungsbauprogramm und massenweiser Plattenbau mit neuem Blocktyp WBS 70. Oft waren Bäder und zum Teil auch Küchen ohne Fenster.

80er Jahre: Das innerstädtische Bauen beginnt. Platten werden regionalspezifisch mit Steildächern, Gauben, Erkern oder Fachwerk-Imitaten aufgehübscht. Vorzeigegebiet: Nikolai-Viertel in Berlin.