Magdeburg l Die Landes-FDP wird ihren Landesvorsitzenden erstmals in ihrer Geschichte von der Parteibasis bestimmen lassen. Der Nachfolger der langjährigen Parteichefin Cornelia Pieper - sie ist jetzt Generalkonsulin für das Auswärtige Amt in Danzig - wird im April 2015 gewählt.

Die Bewerberzahl ist zuletzt geschrumpft. Anfangs gab es fünf Kandidaten für den Parteivorsitz, jetzt sind es noch drei. Lydia Hüskens (Magdeburg), seit 2011 Landes-Vize, und Harald Oster, Kreischef von Mansfeld-Südharz, haben ihre Kandidaturen zurückgezogen. Hüskens, einzige Frau im Bewerberteam, war einer der Favoriten. Den Rückzug begründete sie so: "Ab dem 1. Januar verändere ich mich beruflich. Im Augenblick kann ich nicht abschätzen, ob ich dann in der Lage sein werde, die Aufgaben als Landesvorsitzende so wahrzunehmen, wie es die Parteifreunde von mir erwarten dürfen." Als Vize will sie erneut kandidieren. Derzeit arbeitet Hüskens im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft.

Der Ausstieg von Hüskens erhöht die Chancen von Veit Wolpert, erneut Landesvorsitzender zu werden. Der 54-Jährige war bereits von 2011 bis 2013 Parteichef und zudem langjähriger Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Es ist davon auszugehen, dass Hüskens ihn unterstützt. Die beiden anderen Kandidaten sind Landesschatzmeister Allard von Arnim und Frank Sitta, Unternehmer aus Halle.