Magdeburg l Die alten Messehallen im Rotehornpark sollen abgerissen werden. Bevor der nach außen sichtbare Abbruch beginnen kann, müssen aber aufwendig Schadstoffe aus dem Gebäude geholt werden. Am Dienstag haben Mitarbeiter der REA Recycling, Erdbau und Abbruch GmbH aus Drebkau bei Cottbus die für die Asbestsanierung erforderliche Schleuse in einer der Hallen montiert. Derzeit ist das Unternehmen mit zehn Mitarbeitern vor Ort. Vorausgesetzt die Witterungsbedingungen spielen mit und im Mauerwerk offenbaren sich nicht unerwartete Überraschungen, sollten die Beseitigung des Asbests, die Entkernung und der Abriss des Hallenkomplexes bis Ende März abgeschlossen sein.

Die Schadstoffe waren erst kürzlich entdeckt worden. Ihretwegen hat sich der Abriss des Hallenkomplexes verzögert. Ursprünglich hatte dieser bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen.

Die Ausschreibung für den Abriss der Hallen einschließlich der Verbindungsbauten und des Heizhauses umfasste unter anderem den Abbruch von Schächten, technischen Anlagen und Versorgungsleitungen. Auch die Entsorgung von kontaminierten Baumaterialien - neben Asbest fällt darunter zum Beispiel auch Bitumen - sowie von Bauchemikalien sowie teils giftigen Reststoffen und verbauten Bauchemikalien war ausgeschrieben worden.

Nach dem Abbruch wird der Boden aufgefüllt und es soll ein Schotterrasen für Parkflächen angelegt werden.

Nicht betroffen ist von dem Abriss die Hyparschale in der unmittelbaren Nachbarschaft - für sie gilt der Stadtratsbeschluss, das Dach zu sanieren und einen neuen Nutzer zu finden. Mit Hallenabriss, Hyparschalensanierung und möglicherweise der Sanierung der denkmalgeschützten Stadthalle möchte die Stadt die Aufwertung des größten Parks im Stadtgebiet vorantreiben: In den vergangenen Jahren wurde die Sternbrücke neu gebaut, eine Halfpipe für Skater und ein attraktiver Spielplatz angelegt. Zudem wurde der Adolf-Mittag-See entschlammt.

Dank privaten und bürgerschaftlichen Engagements ist auch die Hubbrücke inzwischen wieder begehbar.