Magdeburg l Gemunkelt wurde es bereits seit längerem, seit Dienstag ist es nun offiziell. Der Fast-Food-Anbieter Burger King wird bis zum Februar in das City Carré einziehen. Die Schaufensterfront des künftigen Restaurants ist bereits mit einer großen Ankündigung versehen. Im Inneren sind die Arbeiter aktiv und reißen alles raus, was nicht niet- und nagelfest ist.

Denn damit der Burgerbrater in die zuletzt als Café genutzte Ladenfläche einziehen kann, sind umfangreiche Umbauarbeiten notwendig, erklärt Centermanager Guido Reuter. Und zwar nicht nur durch das Unternehmen selbst, auch das Einkaufszentrum greift für den neuen Mieter in die eigene Tasche. Einen fünfstelligen Betrag werde sein Haus investieren, um u.a. die Fettabluft ordentlich gewährleisten zu können. "Wir müssen unsere ganzen Lüftungsanlagen umstellen, weil das Restaurant länger offen hat als die Geschäfte", erklärt er weiter.

Nach zweijährigem Leerstand ist er froh, die Fläche wieder vermieten zu können. Um den Ansprüchen der Großküche von Burger King gerecht zu werden, wurde eine kleinere Restaurantfläche daneben dem neuen Fast-Food-Lokal zugeschlagen, 250 Quadratmeter stehen nun zur Verfügung.

Nicht jeder ist aber offenbar von der Ankündigung angetan. Auf der Facebook-Seite des City Carrés tummelten sich innerhalb eines Tages über 250 Kommentatoren, von denen viele nicht begeistert sind. Andere Gastro-Ketten wie Starbucks oder Kentucky Fried Chicken oder gar ein Ikea oder der Bekleidungsmarkt Primark hätten doch lieber angesiedelt werden sollen, schreiben sie.

"Wir nehmen diese Reaktionen zur Kenntnis", sagt Guido Reuter nur. Aber zum einen würden Ikea und Primark nie und nimmer in die Flächen passen und zum anderen hätten die genannten Ketten bislang schlicht kein Interesse an Magdeburg gezeigt.

Angesichts der aktuellen Schlagzeilen über den Hygiene-skandal bei einem Franchisenehmer der Burger King-Kette betont Reuter, dass der Betreiber im City Carré damit nichts zu tun habe. Die Baum-Gruppe aus Hannover erhielt nach einjährigen Verhandlungen die Lizenz von der Firmenzentrale für die Magdeburger Innenstadt, der lokale Franchisenehmer hatte das Nachsehen.

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