Magdeburg (mf/ju) l Die Polizei hat nach dem Angriff von etwa 30 mit weißen T-Shirts bekleideten und vermummten Unbekannten auf etwa 50 Fans des Handball-Bundesligisten TSV Minden am Sonntag vor der Getec-Arena in Magdeburg Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs aufgenommen. Allerdings fehlt es an Ansatzpunkten, da außer der Beschreibung durch Unbeteiligte des etwa zwei Minuten andauernden Vorfalls bisher nichts weiter bekannt ist. Von den betroffenen Fans aus Minden meldete sich trotz eines Lautsprecheraufrufes während des Spiels niemand. Bei dem Blitzangriff vor dem Eingang der Halle hatte zwar ein 18-jähriger Jugendlicher aus Porta Westfalica eine Platzwunde erlitten. Diese ließ er sich aber durch den Rettungsdienst nicht behandeln. Er wollte auch keine Aussage machen.

Die Polizei wurde von der Auseinandersetzung völlig überrascht. Erst zum Spielende wurde deshalb zur Unterstützung auch der Polizeihubschrauber angefordert. Wie Polizeisprecherin Beatrix Mertens weiter sagte, gehe man auch einem Hinweis nach, der zu der Mindener Ultra-Gruppe "Commando 1924" als mögliches Opfer führt. Marc Schmedt, Geschäftsführer SC Magdeburg Handball, sagt: "Unsere Fanclubs mit den Vorkommnissen in Verbindung zu bringen, halte ich für absurd."