Magdeburg (dpa/cm) – In diesem Jahr ist in Sachsen-Anhalt deutlich mehr Falschgeld sichergestellt worden als 2013. Es seien Blüten im Wert von 85 000 Euro aufgetaucht, teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Allein 40 000 Euro betrug dabei der Wert gefälschter Geldscheine, die im April in Schönebeck gefunden wurden, bevor sie in den Zahlungsverkehr eingeschleust werden konnten.

Weitere 45 000 Euro stellten vor allem Geld- und Werttransportunternehmen sowie Banken und Sparkassen fest. Im vergangenen Jahr waren zwischen Arendsee und Zeitz etwa 28 500 Euro Falschgeld entdeckt worden.

Die meisten der manipulierten Banknoten kamen den Angaben zufolge in der Region Magdeburg sowie dem Salzland- und dem Harzkreis ans Licht. Das liegt laut LKA-Sprecher Andreas von Koß daran, dass zum Beispiel im Harzkreis eine überregional tätige Geld- und Werttransportfirma ihren Sitz hat und dort bei der maschinellen Bearbeitung die Blüten herausgefischt werden.

Die Magdeburger Filiale der Deutschen Bundesbank gehört den Angaben zufolge ebenfalls zu den Institutionen, bei denen falsche Banknoten auffielen. Die Häufung in den drei Regionen ist damit zu erklären, dass als Tatort diejenige Lokalität gilt, in der die Blüten aus dem Verkehr gezogen wurden.

Am häufigsten gefälscht wurden 20-Euro-Noten, wie von Koß berichtete. Rund die Hälfte der sichergestellten Blüten lauteten auf diesen Wert. Zudem wurden 50- und 100-Euro-Noten als Falschgeld in Umlauf gebracht. "Diese drei Stückelungen nehmen ungefähr 96 Prozent der sichergestellten Falsifikate ein", berichtete der LKA-Sprecher. Dabei handele es sich zumeist um professionelle Druck- oder Farbkopie-Fälschungen, die größtenteils aus dem Ausland stammen.