Aken (dpa/cm) | Die Vogelgrippe hat nun auch Sachsen-Anhalt erreicht: An einer in Aken (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) gefundenen Ente ist das hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen worden. Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg am Samstag mit. Die infizierte Stockente sei am 7. Dezember von einem Tierarzt tot bei Aken an der Elbe gefunden worden. Die Amtsveterinäre seien am Donnerstag von dem Fund in Kenntnis gesetzt worden. Experten am Friedrich-Löffler-Institut in Riems (Mecklenburg-Vorpommern) bestätigten in der Nacht zu Samstag den Verdacht.

Die Behörden hätten sofort alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, sagte Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU). Dazu gehörten etwa Untersuchungen bei zwei privaten Geflügelhaltern im Radius von 1000 Metern um den Fundort. Ein weiterer gewerblicher Züchter im 3000-Meter-Radius soll zeitnah geprüft werden. Die Hühner seien bereits am Mittwoch und Donnerstag in vier andere Betriebe gebracht worden. Für Menschen bestehe nach derzeitigen Erkenntnissen keine Gefahr.

Seit 27. November muss in einigen Regionen des Landes – zu dem auch der Fundort im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gehört – Federvieh vorsorglich im Stall bleiben. Hintergrund ist der Nachweis der Vogelgrippe bei einer wilden Krickente in Mecklenburg-Vorpommern. Die Stallpflicht betrifft vor allem Gebiete an großen Wasserflächen, an denen Wildvögel Rast machen. Das gefährliche H5N8-Virus kommt aus Ostasien. Nachweise in den Niederlanden, Großbritannien, Italien und auch an mehreren Tieren in Niedersachsen folgten.