Magdeburg (dpa) l Nach dem ersten Fund einer mit Vogelgrippe infizierten Ente in Aken (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) haben Experten nach der Untersuchung weiterer Tiere Entwarnung gegeben. Bei keinem der drei Geflügelhalter in der Nähe seien neue Verdachtsfälle aufgetreten, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Sonntag.

45 Tiere in zwei privaten Geflügelanlagen im Radius von 1000 Metern sowie weitere 86 Tiere in einem gewerblichen Betrieb im Umkreis von 3000 Metern sind untersucht worden. In der Nacht zu Samstag wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 an dem am 7. Dezember gefundenen Tier aus Sachsen-Anhalt nachgewiesen. Es ist der erste bekannte Fall in Sachsen-Anhalt. Am Wochenende bestätigte sich ein weiterer Fall im niedersächsischen Emsland. Die Bundesregierung will Enten- und Gänsehalter dazu verpflichten, ihre Tiere vor Abgabe an einen Schlachthof zu untersuchen. Das Landwirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt ließ mitteilen, dass das Geflügel, das in den Handel gelangt, virusfrei sei. Für Menschen bestehe keine Gefahr durch das Virus.