Greifswald (dpa) l Verbraucher müssen sich wegen der Vogelgrippe derzeit keine Sorgen machen, wenn sie Geflügel essen. Bislang sei weltweit keine Infektion von Menschen mit dem Virus H5N8 bekannt, erläutert das Friedrich-Loeffler-Institut. Deshalb sehe man im Moment kein Verbraucherrisiko. Beim Zubereiten von rohem Geflügelfleisch sollten Verbraucher aber wegen anderer Gesundheitsrisiken wie Salmonellen immer sorgsam auf die Küchenhygiene achten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt zur Zubereitung folgende Tipps:

1. Rohes Geflügelfleisch sollte von anderen Lebensmitteln getrennt aufbewahrt und zubereitet werden. Das gilt insbesondere für Speisen wie Gemüse und Salat, die nicht noch einmal erhitzt werden.

2. Bretter und Messer, die mit rohem Fleisch in Berührung kamen, werden am besten mit warmem Wasser und Spülmittel gereinigt.

3. Verpackungen und das Auftauwasser gehören sofort entsorgt.

4. Puten- und Geflügelfleisch sollte immer gründlich durchgegart werden. Das bedeutet, dass es für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad Celsius erreicht. Generell gilt, dass von Vögeln stammende Influenzaviren sehr empfindlich gegenüber hohen Temperaturen sind. Gut durchgegarte Lebensmittel gelten daher als unbedenklich.

5. Beim Kochen von Eiern ist darauf zu achten, dass das Eiweiß und Eigelb fest sind. Je nach Größe dauert das mindestens sechs Minuten.