Magdeburg (dpa) | Nach der Ausweitung der Kontrollen von Enten und Gänsen auf Vogelgrippe sind in Sachsen-Anhalt zunächst keine weiteren Fälle bekanntgeworden. Seit Sonntag müssen bundesweit Geflügelhalter mindestens 60 Tiere auf das Virus untersuchen lassen, wenn sie einen Transport zu einem Schlachthof planen. Probleme mit der Umsetzung der Verordnung seien nicht bekanntgeworden, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums am Montag in Magdeburg.

Am 7. Dezember hatte ein Tierarzt eine tote Stockente an der Elbe gefunden - rund zwei Wochen später war bei dem Tier das hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen worden. 131 Proben bei drei Geflügelhaltern in der Nähe des Fundortes in Aken im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatten keine Auffälligkeiten gezeigt.

Das zuvor in Ostasien kursierende H5N8-Virus war in Europa im November zunächst in einem Putenhof in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht. Inzwischen wurde das Virus auch in Niedersachsen sowie in anderen Ländern Europas nachgewiesen. Für Menschen besteht nach derzeitigen Erkenntnissen keine Gefahr.