Bis zum Jahr 2004 wurden in Deutschland für Ehepaare bis zu vier Behandlungen der künstlichen Befruchtung vollständig von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen. Seitdem müssen die Paare in der Regel 50 Prozent der Kosten allein übernehmen. Einige Kassen machen Ausnahmen.

In Sachsen-Anhalt können Paare dank einer Bund-Land-Vereinbarung jedoch eine zusätzliche Unterstützung von bis zu 900 Euro je Zyklus erhalten. Gefördert werden der erste bis dritte Versuch einer künstlichen Befruchtung. Das Land stellt dafür rund 300000 Euro zur Verfügung, der Bund gibt 200000 Euro dazu.

Bundesweit einmalig fördert Sachsen-Anhalt dabei ausdrücklich auch nichteheliche Lebensgemeinschaften von Mann und Frau. Der Bund beteiligt sich dabei jedoch allein an den Behandlungskosten für verheiratete Paare.

Voraussetzungen für die Förderung: Die Paare müssen ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben, Altersgrenzen (Frau: zwischen 25 bis 40 Jahre, Mann: zwischen 25 bis 50 Jahre) sind zu beachten.

Außerdem muss die Behandlung in einer der drei Reproduktionseinrichtungen in Sachsen-Anhalt durchgeführt werden:

1. Magdeburger Universitätsfrauenklinik, Klinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie

2. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Klinik für Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin

3. Kinderwunschzentrum Magdeburg (Gemeinschaftspraxis)

Infos unter: www.lvwa.sachsen-anhalt.de/familie-und-soziales/landesjugendamt/familien-und-frauen/reproduktionsfoerderung