Stendal (ge) l Zwei am 31. Dezember an der Uchte zwischen Groß Schwechten und Eichstedt rund fünf Kilometer nördlich von Stendal geschossene Stockenten-Erpel sind mit dem Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N8 infiziert. Wie berichtet, wurde das am 7. Januar vom Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Institutes auf der Insel Riems bestätigt. Daraufhin hat der Landkreis Stendal alle Geflügelhalter in einem Radius von drei Kilometern um die Abschussstelle der beiden Wildvögel erfasst und am Donnerstag damit begonnen, sämtliches Hausgeflügel in Groß Schwechten, Peulingen, Borstel, Baumgarten und Eichstedt zu untersuchen. Zwei Teams des Veterinäramtes sehen sich das Geflügel an. Stellen sie Auffälligkeiten an den Tieren fest, nehmen sie Proben. Dem Veterinäramt zufolge sind in diesem Bereich 57 Geflügelhalter mit 975 Tieren registriert (Stand Januar 2014). Ergebnisse lagen bis zum Abend noch nicht vor.

Die beiden geschossenen Stockentenerpel waren im Rahmen des Vogelgrippe-Monitorings erlegt worden. In Zusammenarbeit mit den Jägern des Landkreises sollen insgesamt 79 Wildenten und -gänse geschossen und untersucht werden. Bis gestern gingen 23 Proben im Stendaler Veterinäramt ein, von denen 21 nicht mit dem Vogelgrippevirus infiziert waren. Ungeachtet dessen muss alles Hausgeflügel im Landkreis Stendal weiterhin in Ställen gehalten werden.