Magdeburg l In den beiden größten Städten Sachsen-Anhalts stehen dem Durchschnittseinwohner die kleinsten Wohnflächen zur Verfügung im Vergleich zu den Landkreisen und zu Dessau-Roßlau - das geht aus einer Zusammenstellung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt in Halle für das Jahr 2013 hervor.

Die Zahlen geben an, wie viel Quadratmeter Wohnraum einer Person in einer Region durchschnittlich als Wohnraum zur Verfügung stehen. Dabei zählt zur Wohnfläche die Gesamtheit der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohneinheit gehören. Dazu gehören Wohn- und Schlafräume, Küchen und Nebenräume. Raumteile mit einer lichten Höhe von ein bis zwei Metern werden dabei nur mit halber Fläche, solche mit Höhen unter einem Meter gar nicht angerechnet.

Die Statistikexperten berücksichtigen die Balkone mit einem Viertel ihrer Fläche, heißt es in den Erläuterungen des Landesamtes zu ihrer Veröffentlichung.

Sachsen-Anhalt liegt bundesweit im Mittelfeld

Auch wenn die Magdeburger im Vergleich zur Einwohnerschaft anderer Kommunen über kleinere Wohnflächen verfügen - der Zuwachs der vergangenen Jahre ist markant. Im Jahr 1995 kamen die Statistiker noch auf 32,9 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf, im Jahr 2003 auf 40,9 und im Jahr 2010 auf 40,3. Im Landesschnitt sind die Wohnflächen von 1995 mit 32,7 auf 45,7 Quadratmeter pro Sachsen-Anhalter im vergangenen Jahr gestiegen. Das Land liegt mit diesem Wert nur knapp unter dem Bundesschnitt von 46,3 Quadratmetern pro Einwohner. Spitzenreiter ist das Saarland mit 53,1 Quadratmetern, Schlusslicht Hamburg mit 39,8 Quadratmetern.

Dass die Magdeburger in sonderlich beengten Verhältnissen leben, lässt sich aus den Zahlen übrigens kaum ableiten. Denn es fließen auch die leerstehenden Wohnungen ein - und derer gibt es in Gebieten mit Bevölkerungswachstum wie in Magdeburg erfahrungsgemäß etwas weniger als in den Regionen mit einer besonders starken Bevölkerungsabwanderung.

Trend zur Single-Wohnung in der Landeshauptstadt

In Magdeburg ist laut Statistischem Landesamt zudem der Trend zur Single-Wohnung gut zu erkennen. 2013 gab es pro 1000 Einwohner 613 Wohnungen (1995: 530).