Magdeburg (dpa) | Die Sprachkenntnisse ausländischer Ärzte sollen in Sachsen-Anhalt künftig genauer geprüft werden. Bislang mussten die Mediziner vor ihrer Zulassung nur ein gewisses Sprachniveau nachweisen, nun sollen sie Deutschkenntnisse beweisen, sagte die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Simone Heinemann-Meerz, am Mittwoch in Magdeburg. Das Sozialministerium habe die Kammer damit zum Jahresbeginn beauftragt. Die Tests würden mit der Universität Halle durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem ein möglichst realistisches Arzt-Patienten-Gespräch und das Verfassen eines kleinen Arztbriefes.

Laut Ärztekammer arbeiteten Ende Dezember 965 ausländische Ärzte in Sachsen-Anhalt. Viele kommen aus osteuropäischen Staaten wie Rumänien und Bulgarien, aber auch aus Russland und Syrien. Heinemann-Meerz betonte, es sei wichtig, dass sich Arzt und Patient sprachlich verstehen - nur so könne man herausfinden, was dem Patienten fehle. Patienten hätten sich schon über Sprachprobleme beschwert.