Carlo Jordan war Mitbegründer und Sprecher der Grünen in der DDR. Der 1951 Geborene hat sich seit 1970 in der DDR-Opposition engagiert. 1976 wurde er wegen einer Eingabe nach der Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz erstmals festgenommen. 1978 begann Jordan ein Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität, wurde 1982 aber aus politischen Gründen exmatrikuliert. In den 80er Jahren war Jordan in der Umweltbewegung aktiv, gründete das Grüne Netzwerk Arche und die Berliner Umweltbibliothek mit. In der Wendezeit war er Mitglied des Zentralen Runden Tisches. Nach der Wende war er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die Grünen. Im Jahr 2000 wurde er mit einer Arbeit über die Humboldt-Universität promoviert. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße.