Magdeburg (dpa) l Weniger Lärm für Anwohner und schnellere Verbindungen für Pendler: In Sachsen-Anhalt sollen in diesem Jahr zwei Ortsumfahrungen fertiggestellt werden. Dabei handelt es sich um die Bundesstraße B6n um Bernburg herum und um die Bundesstraße 245a bei Bebertal in der Börde, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage mitteilte. Die Umfahrung von Bernburg soll Ende des zweiten Quartals für den Verkehr freigegeben werden, die Eröffnung der Ortsumgehung Bebertal ist für das vierte Quartal geplant.

Land konzentriert sich 2015 auf Straßensanierung

Neue Autobahnstücke werden in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr dagegen nicht fertig. "Grundsätzlich hat sich der Schwerpunkt der Bautätigkeit zunehmend in Richtung Erhaltung des Straßennetzes verschoben", sagte der Sprecher des Ministeriums, Peter Mennicke. Brückensanierungen oder ein neuer Asphaltbelag sind vielerorts notwendig.

So soll Ende Januar - sofern das Wetter mitspielt - zum Beispiel die rund 650.000 Euro teure neue Brücke der Landstraße 139 über den Lober-Leine-Kanal zwischen Pouch und Löbnitz an der Landesgrenze zu Sachsen fertiggestellt werden. Im dritten Quartal 2015 könnte die 1,5 Millionen Euro teure neue Ilsebrücke (Landstraße 88) in Osterwieck (Harz) freigegeben werden. Bis Ende Dezember dürften noch die Arbeiten am Ersatzneubau Elsterstrombrücke der Bundesstraße 91 bei Merseburg dauern. Die Kosten betragen hier rund 3,5 Millionen Euro. Eines der größten Projekte in Sachsen-Anhalt war in den vergangenen Jahren die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 6n, deren Bau sich langsam dem Ende nähert. Die sogenannte Nordharzautobahn soll von der Landesgrenze nach Niedersachsen bis zur A9 reichen.

Der B6n fehlen noch 15 Kilometer bis zur A9

Im Dezember war bereits die auch als Ortsumgehung genutzte Trasse bei Köthen freigegeben worden. Nach der Fertigstellung des Abschnitts um Bernburg herum fehlen dann noch 15 Kilometer bis zum Anschluss an die Autobahn bei der Ortschaft Thurland im Kreis Anhalt-Bitterfeld. Die Gesamtkosten der B6n über 125 Kilometer von der Landesgrenze bis zur A9 werden auf rund 710 Millionen Euro geschätzt.