285000 Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt erhalten seit dem 1. Januar den Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) sind das 34 Prozent aller Beschäftigten.

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet bislang nicht damit, dass es zu Entlassungswellen durch den Mindestlohn kommt. Bislang hätten sich nicht mehr Menschen arbeitslos gemeldet, als es um die Jahreszeit üblich ist.

Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich allerdings stark eingetrübt. Das geht aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern in Sachsen-Anhalt hevor, an der sich 1000 Unternehmen beteiligt haben. Demnach fiel der Geschäftsklima-Indikator von seinem Rekordhoch bei 23,1 Punkten im ersten Quartal 2014 auf nunmehr 9,2 Punkte. Einen so niedrigen Wert erreichte der Indikator zuletzt im Krisenjahr 2009. Als Gründe für den Stimmungsumschwung nannten die Unternehmen die Einführung des Mindestlohns und die Rente mit 63.

Welche Folgen der Mindestlohn auf den Arbeitsmarkt wirklich hat, wird sich wohl erst in den kommenden Monaten zeigen.