Quedlinburg (dl) l Nach einer Serie von Anschlägen auf Mobilfunk-Anlagen tappt die Polizei im Harz gegenwärtig im Dunkeln. In den vergangenen Wochen gab es nach den Worten eines Sprechers insgesamt sieben Fälle, in denen Unbekannte Kabelzuleitungen kappten und die Sendetechnik so außer Betrieb setzten. Jüngst schlugen der oder die Täter binnen einer Nacht zweimal im Quedlinburger Nachbarort Westerhausen, einem Ortsteil der Stadt Thale, zu. "Auch dabei zerschnitten die Täter Kabel und durchtrennten die Stromzuleitung zu Verteilerkästen", so Polizeisprecher Peter Pogunke.

Auffällig seien einerseits die Konzentration auf den Raum Quedlinburg/Westerhausen sowie das professionelle Vorgehen. Andererseits sei keine Konzentration auf einen speziellen Mobilfunkanbieter erkennbar. Ein Racheakt von Ex-Mitarbeitern scheint ebenso möglich wie Taten von frustrierten Kunden oder Aktionen von militanten Mobilfunkgegnern. Den entstandenen Sachschaden sowie die Folgeschäden aufgrund des Technik-ausfalls kann die Polizei nicht beziffern.