Magdeburg l Magdeburg plant, sich erneut um die Austragung der nationalen Sommerspiele von Special-Olympics Deutschland (DOS) zu bewerben. Das geht aus einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion hervor, der im März im Stadtrat zur Abstimmung gestellt werden soll.

Der erneute Versuch, die Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung in die Landeshauptstadt zu holen, folgt nur zwei Monate nachdem Magdeburg vom DOS eine Absage für die Austragung der Spiele 2016 kassiert hatte. Damals zog Magdeburg gegen Hannover den Kürzeren. Hauptgrund für die Abfuhr war, dass Magdeburg kein zufrieden stellendes Übernachtungskonzept einreichen konnte, da im Mai 2016 mit einem Lauf der Deutschen Tourenwagenmeisterschaften (DTM) in Oschersleben bereits ein anderes Großereignis in der Region stattfindet und mehrere Hotels Zimmer blockierten. Nach Angaben der Verwaltung müssen ungefähr 8000 Betten vorgehalten werden.

Im Wesentlichen soll an der Bewerbung für die Sommerspiele 2018 nichts geändert werden. So sollen der Kosten- und Finanzierungsplan unverändert bleiben. Im Rathaus rechnet man mit Kosten in Höhe von ungefähr 470 000 Euro, die auf die Haushaltsjahre 2017 und 2018 verteilt werden sollen. Kalkuliert wird mit Einnahmen von ungefähr 70 000 Euro.

Allerdings wird damit gerechnet, dass auch im Mai 2018 wieder der DTM-Rennzirkus wieder in Oschersleben gastiert. "Daher wird die Verwaltung in der Bewerbung als Veranstaltungsmonat den Juli vorschlagen", heißt es in einer Stellungnahme des Magdeburger Kulturbeigeordneten Matthias Puhle.