Stendal (dpa) l Bei der Untersuchung zweier Wildschweine aus Mecklenburg-Vorpommern ist im Landkreis Stendal ein Befall mit Trichinen festgestellt worden. Das Wildbret war von einer Wildverarbeitungsstätte im Landkreis Stendal gekauft worden. Bei der Weiterverarbeitung wurde es vorschriftsgemäß kontrolliert, wie das Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises am Donnerstag mitteilte. Das Fleisch wurde entsorgt. Trichinenfunde treten nur selten auf. Deutschlandweit sind nur zehn bis zwölf Tiere im Jahr betroffen. Die Parasiten können durch den Verzehr von Wildbret auch in den menschlichen Organismus gelangen und schwere chronische Erkrankungen oder Infektionen mit Todesfolge hervorrufen. In den Jagdrevieren des Landkreises Stendal werden 120000 Kilogramm Wildbret im Jahr erlegt. Das Robert-Koch-Institut rät, das Wildbret vor dem Verzehr auf über 70 Grad zu erhitzen, um alle Larven abzutöten.