Neben dem "echten" Training stehen Trainer und Spieler des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg in einem ständigen virtuellen Austausch auf einer eigens eingerichteten Trainingsplattform. Die Spieler greifen über Handy-Apps und Computer passwortgeschützt auf Mitteilungen des Trainers zu.

Ausgetauscht werden neben Terminen zum Mannschafts- und Krafttraining auch individuell zugeschnittene Programme. Als "Hausaufgaben" bekommen die Spieler speziell zusammengestelltes Videomaterial des eigenen Spiels, des unmittelbaren Gegenspielers oder Taktik-Auswertungen des Gegners.

Jeweils nach 15 Spieltagen bekommen alle Spieler "Zeugnisse" - Datenpakete, die Vorzüge und Fehler ihres Spiels belegen. Darauf aufbauend führt der Trainer dann Einzelgespräche zur Auswertung.

Das in Magdeburg eingesetzte Programm heißt "Sideline". Es wurde in Island entwickelt. SCM-Trainer Geir Sveinsson arbeitet seit fünf Jahren damit und hat es beim SCM als zentrales Trainingstool eingeführt. Trainer-Kollege Alfred Gislason (THW Kiel) nutzt ebenfalls "Sideline". Auch beim englischen Erstligisten FC Chelsea, beim österreichischen RB Salzburg und beim US-NFL-Club Cleveland Browns wird damit trainiert.