Halle (dpa) | Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ist vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Er nahm das Urteil am Landgericht Halle am Montag regungslos entgegen. Wiegand war vorgeworfen worden, drei Mitarbeitern mehr Geld gezahlt zu haben, als ihnen nach Tarifvertrag zustand. Bei einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr hätte der OB seinen Beamtenstatus verloren. Dann hätte er seinen Posten räumen müssen.

Der im Juli 2014 begonnene Prozess sollte ursprünglich nur wenige Tage dauern. Die Staatsanwaltschaft forderte 16 Monate Haft auf Bewährung und eine Geldbuße. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.